Storever-Blog

Instore Music als Hintergrundmusik: So finden Sie die ideale Lautstärke

Musiklautstärke am POS – angenehme Shoppingatmosphäre in Ihrem Store

Das Hollister-Beispiel wurde weltberühmt: Das Fashionlabel wollte jung und hip sein und spielte deswegen besonders laute Musik in seinen Filialen. Bei der jugendlichen Zielgruppe ging die Strategie auf, doch die meisten anderen Kunden fühlten sich durch den enormen Lärmpegel gestört. Discolautstärke beim Shoppen ist also „zu viel des Guten“. Doch wie hoch ist die angemessene Lautstärke für Hintergrundmusik in Ihrem Store wirklich? Wann wirkt Musik verkaufsfördernd und ab welcher Dezibel-Zahl verursacht sie das Gegenteil? Die folgenden Informationen über Lautstärkepegel und Instore Music werden Ihnen helfen, den richtigen Ton zu treffen.

 

Shoppen bei 85 Dezibel – wie laut ist das?

Wenn eine Dezibel-Zahl in den Raum geworfen wird, können wir erst mal nicht viel damit anfangen. Die Einheit ist weniger in unseren Alltag integriert als Meter oder Grad Celsius. Ab 85 Dezibel gelten Geräusche als akut gesundheitsschädlich. Zum Vergleich: Eine Waschmaschine schleudert die Wäsche mit 75 dB, ein LKW rauscht mit 80 dB über die Straße, ein vorbeifahrender ICE verursacht ungefähr 85 dB an Lärm, in modernen Clubs dröhnt die Musik ab 100 dB aus den Boxen. Ein Pegel von 65 Dezibel reicht aus, um im Körper Stress auszulösen, wenn man dieser Lautstärke über längere Zeit ausgesetzt ist. 30-45 Dezibel sind ideal, wenn man sich konzentrieren möchte.

 

Instore Music in Zimmerlautstärke – ein angenehmes Zauberwort

Wenn man Kunden dazu befragt, welche Musik sie sich beim Einkaufen wünschen, sind ihre Antworten in Bezug auf Stilrichtungen unterschiedlich. Auch, ob die gewählte Playlist „zum Produkt passt oder nicht“ hat bei den Kunden keine oberste Priorität. Worin sich allerdings fast alle einig sind: Ist die Musik zu laut, verlassen sie den Store schneller. Sie möchten etwas, das im Hintergrund läuft. Etwas, bei dem man sich noch auf die Waren konzentrieren und sich unterhalten kann. „Zimmerlautstärke“ heißt der Begriff, mit dem die Lautstärke normaler Gespräche betitelt wird. Musik und Durchsagen sollten deshalb maximal 64 Dezibel betragen, das ist die obere Grenze der Zimmerlautstärke. Übrigens: Von völliger Stille ist auch abzuraten. Sie wirkt befremdlich bis unangenehm, denn der Mensch hat sich bereits an die Musik beim Einkaufen gewöhnt.

 

Instore Music im Rhythmus des Tages – wann kommen welche Kunden?

Nicht alle Kunden bevorzugen eine leise Hintergrundbeschallung. Junge Menschen sind in der Tat offen für schnellere, härtere und lautere Beats, auch während des Shoppings. Da sie meist am frühen Nachmittag nach der Schule einkaufen gehen, können zu dieser Zeit lautere Sounds gespielt werden. Am Morgen, wenn vor allem Mütter und Senioren ihre Einkäufe erledigen und die Kunden erst langsam wach werden möchten, sind ruhige Klänge angebracht. Steigt der allgemeine Lärmpegel zur späten Nachmittagszeit an, kann die Musik graduell angepasst werde, sodass sie über die Stimmen hinweg zu hören ist. Am Abend, wenn die Menschen in Feierlaune sind, regt laute Musik dazu an, mehr zu essen und zu trinken. Das kann den Verkauf fördern, allerdings erschwert es auch Konversationen. Achten Sie deshalb auf die Reaktionen Ihres Publikums und passen Sie die Lautstärke gegebenenfalls an.

 

Arbeitnehmerschutz – angenehme Instore Music auch für Ihre Mitarbeiter

Verkaufsfördernde Maßnahmen, die Kunden ansprechen, sind eine Sache. Doch auch Ihre Mitarbeiter beeinflussen den Erfolg Ihres Stores. Ein Besucher, der nur zehn Minuten in Ihren Laden kommt, freut sich vielleicht über intensive Musik. Jemand, der täglich mehrere Stunden dort arbeiten muss, ist erhöhtem Stress ausgesetzt. Routinetätigkeiten und Aufgaben mit leichter Konzentration sollten idealerweise bei 45-55 dB ausgeführt werden. Die dauerhafte Lärmbelastung bei der Arbeit sollte in Deutschland 70 dB nicht überschreiten. Kurzzeitig darf sie auf maximal 85 dB ansteigen. In der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung steht, dass „der Schalldruckpegel in Arbeitsstätten so niedrig zu halten sei, wie es nach Art des Betriebes möglich ist“. Ein weiterer, sehr wichtiger Grund, die Musik lieber nicht zu laut aufzudrehen ist also, sich vor häufigen Krankmeldungen, Kündigungen oder im schlimmsten Falle Klagen zu schützen.  

 

Fazit:

Da Musik die Stimmung heben kann und als verkaufsfördernder Faktor gilt, glauben viele Unternehmer, sie sollten ihren Store mit möglichst lauter Musik beschallen. In Wahrheit fühlen sich nur junge Menschen von lauter Musik beim Shopping angesprochen. Doch schon ab dem jungen Erwachsenenalter können sich Kunden von zu lauter Instore Music gestört fühlen. Die angemessene Spannweite liegt zwischen „leise im Hintergrund zu hören“ (ca. 40 Dezibel) und „etwas lauter als ein normales Gespräch“ (ca. 64 Dezibel). Lautere Musik kann je nach Zielgruppe, Geschäftskonzept oder Tageszeit abgespielt werden. Wichtig ist, dass Sie nicht nur Ihre Kunden, sondern auch den Arbeitnehmerschutz im Blick haben. Denn Lautstärken über 65 dB können auf Dauer Stress auslösen – und das hat wiederum negative Auswirkungen auf die Stimmung und Motivation Ihrer Mitarbeiter.  

Weiterführende Links:

Zurück

Über Storever

2003 gegründet, Storever entwickelt und vertreibt digitale Audio-, Video- und Mobil-Lösungen für Handelsketten. Storever bietet jeder Marke das Potenzial eines echten in-store Kommunikations- und Media-Kanals.

Kontakt

Storever Deutschland GmbH
Hanauer Landstraße 291
60314 Frankfurt/Main
Deutschland

+49 (0)69 69 86 776 00

+49 (0)69 69 86 776-29

Hotline: +49 (0)69 69 86 776 15

© 2019 - Storever